Südkoreas größte Bank, die KB Kookmin Bank, wird voraussichtlich in Kürze einen Verwahrungsdienst für kryptische Währungen einführen. Das Unternehmen hat bereits im Januar eine Markenanmeldung für KBDAC – KB Digital Asset Custody für verschiedene Dienstleistungen, einschließlich Investitionen und den Handel mit digitalen Vermögenswerten, eingereicht.

Wird KBDAC demnächst eingeführt?

Ein lokaler Bericht von heute informierte darüber, dass die südkoreanische Großbank das Patent Ende Januar dieses Jahres beim koreanischen Amt für geistiges Eigentum beantragt hat. Demnach ist KBDAC eine Marke, die sich auf Investitionen, Beratung, Konsultation, Informationsbereitstellung und den Handel mit virtuellen Vermögenswerten wie Bitcoin und Ethereum bezieht.

Als Teil des Digital Asset Custody (DAC) wird es auch Fonds und Aktien verwalten, Fremdwährungen in koreanische Won umrechnen und institutionellen Anlegern den Handel ermöglichen.

Die Entwicklungsprozesse der Bank könnten kurz vor dem Abschluss stehen, fügte der Bericht ebenfalls hinzu. Die Anmeldung einer Marke bedeutet im Allgemeinen, dass sich das Produkt in der Endphase befindet, und das Unternehmen arbeitet nun an der Markenbildung.

Je nach Tätigkeitsbereich kann der Prozess der Markenregistrierung zwischen 6 und 24 Monaten dauern.

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Die Banken müssen auch die Genehmigung der Finanzdienstleistungskommission des Landes und des Finanzaufsichtsdienstes einholen, bevor sie ein neues Finanzdienstleistungsprodukt auf den Markt bringen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments ist nicht bekannt, ob die KB Kookmin Bank diese Genehmigung bereits erhalten hat.

Die mögliche Einführung der KBDAC wird voraussichtlich Auswirkungen auf die gesamte Finanzindustrie des Landes haben, so der Bericht. Andere rivalisierende Banken wie die Shinhan Bank, Hana Bank, Woori Bank und NH Nonghyup Bank könnten auf die gleiche Weise reagieren, was die Einführung von Krypto-Währungen massiv fördern würde.

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KBDAC – Partnerschaft mit Atomic Labs

Bereits im Juni 2019 kündigte die Bank eine Partnerschaft mit einem auf Blockketten basierenden Unternehmen namens Atomic Labs an. Der CEO der KB Kookmin Bank IT Group, Lee Woo-yeol, sprach damals zu diesem Thema und deutete an, dass die zukünftigen Projekte aus dieser Zusammenarbeit hervorgehen werden:

„Wir hoffen, dass die beiden Unternehmen durch die Entdeckung innovativer Dienstleistungen im Bereich der digitalen Vermögensverwaltung durch diese Vereinbarung zusammenwachsen werden. Wir werden die Schaffung des digitalen Ökosystems durch die Zusammenarbeit ausweiten“.

Der heutige Bericht, in dem ein Beamter der Bank zitiert wird, bestätigt, dass die KBDAC als direkte Folge des Joint Ventures kommen wird. Er verwies auf die unschätzbare Unterstützung von Atomic Labs während der Entwicklungsphase.